Laterne, Laterne ... Straßenlaterne!

WiR in Rödinghausen: "Laternenlicht verlösch mir nicht!"


Sonne und Mond auf den Laternen: Gundula Priebe, Karsten Wohlgemuth, Friedhold Metkemeyer, Martin Niedzwicki, Bärbel Rosenkötter, Torben Schulz und Michael Mewitz (von links) möchten, dass in Rödinghausen bald wieder die Lichter - auch nachts – angehen!

Kaum sind zu Mitternacht die letzten Schläge der Kirchturmuhren verhallt, wird es stockdunkel in Rödinghausen…und das bis fünf Uhr früh. Im April hat die Mehrheit von CDU und SPD im Rat die Abschaltung aller Straßenlaternen in der Gemeinde als „Sparmaßnahme“ beschlossen. Kurz danach wurde die nächtliche Totalverdunklung Rödinghausens in die Tat umgesetzt.

Bei immer mehr Bürgern stößt dieser „Licht aus!“-Beschluss auf Unverständnis. Für Mitglieder und Ratsvertreter der Wählergemeinschaft „Wir in Rödinghausen“ (WiR) Grund genug, dies in der Martinsnacht – dem Übergang vom (protestantischen) „Sünnematten“-Abend in den (katholischen)  Martinstag – anschaulich zu machen.

In dieser Nacht leuchteten „da oben“ zwar nicht die Sterne, aber „da unten“ an der Wiehenstraße beleuchtete WiR die rabenschwarze Rödinghauser Nacht.

„Sicher beschleicht nicht nur Frauen ein mulmiges Gefühl, wenn sie in dieser totalen Dunkelheit unterwegs sind bzw. sein müssen“, so Bärbel Rosenkötters Eindruck.

„Wer nach Mitternacht nach Rödinghausen zurückkehrt, fährt praktisch in ein ‚Schwarzes Loch‘ hinein“, bestätigt Gundula Priebe der WiR-Fraktion, „dass hier am falschen Ende gespart wird!“

„Wenn man einerseits auf einen gewissen Spareffekt nicht verzichten, andererseits aber das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger nicht beeinträchtigen will, dann sollte bei den heutigen technischen Möglichkeiten zumindest über Teilabschaltlösungen nachgedacht werden“, regt WiR-Vorsitzender Dr. Ingo Tschaschnig an.

Dass das Interesse der Bürger bei dem Beschluss zur nächtlichen Abschaltung der Straßenlaternen bei einigen Ratsmitgliedern von CDU und SPD immer im Mittelpunkt stand, bezweifelt WiR-Fraktionssprecher Friedhold Metkemeyer: „Bemerkungen wie ‚Beschlüsse müssen auch mal unangenehm sein‘ oder ‚Es muss weh tun‘ sind alles andere als bürgernah!“