Rödinghausen trauert um Günther Oberpenning

Stets ein offenes Ohr für alle Bürger gehabt


Politisches Urgestein 

Rödinghausen (p.p.). Die Wiehengemeinde trauert um ein kommunalpolitisches Urgestein. Mit 74 Jahren ist Günter Oberpenning verstorben. Ein Mann, der sich über Jahrzehnte mit allen Kräften für die Gemeinde eingesetzt hat. 

Günter Oberpenning war seit dem 19. März 1961 ununterbrochen Mitglied des Gemeinderates, zunächst in Ostkilver. Nach der Gebietsreform fungierte Günter Oberpenning bis zum 31. Juli 1998 als Rödinghausener Bürgermeister. In jenen 30 Jahren hat Oberpenning viele positive Maßnahmen angeregt und auch umgesetzt. 

Seit dem 1. August 1998 war Günter Oberpenning weitere sechs Jahre lang stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde, seit dem 15. Oktober 2004 fungierte der Verstorbene "nur" noch als Ratsmitglied. Aber auch das noch mit vollem Engagement für die Kommune. 

Amtsnachfolger Ernst-Wilhelm Vortmeyer war tief betroffen durch die Nachricht vom Tod Günter Oberpennings. Viele Jahre habe man in Rat und Partei für Rödinghausen gearbeitet, die Nachricht vom Tod Günter Oberpennings habe ihn völlig überraschend getroffen. Und er habe einen väterlichen Freund verloren, erklärte Ernst-Wilhelm Vortmeyer. 

Vom 1. April 1969 bis zum 15. Oktober 1994 war der Verstorbene für die SPD auch im Kreistag aktiv und leitete von Herford aus auch positive Entwicklungen daheim ein. Als er Günter Oberpenning im Juli 2001 den Verdienstorden das Landes NRW verlieh, fasste der damalige Innenminister Fritz Behrens Oberpennings Verdienste kurz zusammen: "Wichtige Stationen seines Wirkens sind Ortskernsanierung, Ausbau der Infrastruktur, Ausweisung von Wohn- und Gewerbegebieten sowie die Errichtung der Gesamtschule im Jahre 1989." Auch die Schaffung des Gewerbegebietes nahe der A 30 in Ostkilver ist ein großes Verdienst Günter Oberpennings. 

Schon zu seinen aktiven Zeiten als Kommunalpolitiker engagierte sich der Verstorbene für die Arbeitgemeischaft 60 plus des SPD-Gemeindeverbandes. Und so sind auch zahlreiche Rödinghausener Senioren tief betroffen von der Nachricht von Günter Oberpennings Tod. 

CDU und FDP äußern Trauer und Respekt 

Der Verstorbene habe stets ein offenes Ohr für die Bürger gehabt und sich mit allen Kräften für die Belange Rödinghausens eingesetzt, zollten mit Friedel Möhle (FDP) und Wilhelm Steinmeier (CDU) zwei langjährige Weggefährten Oberpennings im Gemeinderat dem Verstorbenen Respekt. Man habe natürlich manche parteipolitische Differenz miteinander ausgetragen, erinnerte sich Friedel Möhle. 

Als Stellvertretender Bürgermeister habe er aber 15 Jahre lang gut mit Günter Oberpenning zusammengearbeit. Und bei Wilhelm Steinmeier erwarb sich Günter Oberpenning menschlichen Respekt, weil CDU und SPD in Rödinghausen zwar manchen politischen Strauß ausgefochten hätten, man nach turbulenten Sitzungen aber immer noch miteinander habe reden können. 

NW 05. Juni 2007, Ausgabe Bünde
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Die Wählergemeinschaft „Wir in Rödinghausen (WiR)“ sowie die WiR-Fraktion im Rat der Gemeinde Rödinghausen, zu einem nicht unerheblichen Teil frühere langjährige Weggefährten des Verstorbenen, trauern um einen großen Kommunalpolitiker, der sich in vielfacher Weise um Rödinghausen verdient gemacht hat. Ohne ihn wäre vieles in unserer Gemeinde nicht möglich gewesen. Seine Verdienste sind unbestritten. Daran ändern auch in letzter Zeit entstandene politische Meinungsverschiedenheiten nichts.

Ingo Tschaschnig Friedhold Metkemeyer
Vorsitzender Fraktionssprecher