Abschließend: In Sachen „falscher Leserbrief“

 

Liebe Freunde, sehr geehrte Besucher unserer Web-Seite,
 

das Nachspiel zu dem mir untergeschobenen Leserbrief in der NW vom 6.12.2006 hat einen Abschluss gefunden, der Euch/Ihnen nicht vorenthalten werden soll: 

Im Rahmen des staatsanwaltschaftlichen Ermittlungsverfahrens wurden mehrere Personen einvernommen. Ein auf der Basis bestimmter Tatsachen und zeitlicher Abfolgen zunächst entstandener Tatverdacht konnte letztlich nicht erhärtet werden. Da infolgedessen der Täter nicht ermittelt werden konnte, wurde das Verfahren eingestellt. 

Selbstverständlich maße ich mir nicht an zu beurteilen, ob dennoch jemand in einem direkten Zusammenhang zu dem gefälschten Leserbrief steht oder nicht. Was ich jedoch regelmäßig erlebe, ist, dass ein gewisser Herr - insbesondere in Richtung WiR - kaum mehr als unsachliche, unqualifizierte, schnöselig arrogante Bemerkungen über den Rand seiner Brille schallen lässt. Unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung lässt halt jedem Tierchen sein Pläsierchen – und das ist auch gut so, denn so lernt man Menschen und ihren Charakter viel besser kennen. 

Die Tatsache, dass der/die Kriminelle damit wohl straflos davonzukommen scheint, bedaure ich zutiefst. Dabei ist mir jeglicher persönliche Rachegedanke fremd. Unter dem Gesichtspunkt der Prävention jedoch muss leider davon ausgegangen werden, dass jeder Kriminelle, der nicht der verdienten Bestrafung zugeführt werden kann, für die Zukunft damit ermutigt wird, im ’Bedarfsfalle’ erneut in diesem Sinne ’tätig’ werden zu können, ohne eine Bestrafung fürchten zu müssen. Und das verheißt nichts Gutes für die Zukunft der Kommunalpolitik in Rödinghausen. Der nächste Wahlkampf kommt bestimmt! 

Leider ist die hier angewandte Methode der Desinformation in der Politik durchaus nicht neu. Wo moralisch-ethische Werte gegenüber der Erreichung politischer Ziele bestenfalls zweitrangig sind, ist es offenbar einfach zu verlockend, dem politischen Gegner anonym oder  gar unter seinem eigenen Namen etwas unterzuschieben, und dann, wenn der sich daraufhin zu Recht beschwert, höhnisch-ironisch zu kommentieren, dass man nicht kommentieren wolle, ob er es denn in Wahrheit nicht doch gewesen sei. 

Abgesehen davon jedoch, dass diese durchaus beliebte Form der Diskreditierung des politischen Gegners mittlerweile so alt ist, dass sie von einer hochgradigen Phantasielosigkeit ihrer Anwender zeugt, (dis)qualifiziert und charakerisiert sie ausschließlich die Diskreditierenden und eben gerade nicht die Diskreditierten. 

Und es ist auch offenkundig, warum das so ist: Entsprächen nämlich die auf diese schäbige und kriminelle Art in die Welt gesetzten Behauptungen der Wahrheit, so brauchte und würde man diesen – immer anrüchigen – Weg sicher nicht wählen. 

Vielen Dank für Eure/Ihre Aufmerksamkeit 

Ingo Tschaschnig